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Unsere Sonne

Die Sonne ist ein gigantisches und nahezu unerschöpfliches Kraftwerk. Jahr für Jahr liefert sie der Erde über 219.000 Billionen Kilowattstunden Energie zum Nulltarif. Dies ist 3.000-mal mehr, als die gesamte Weltbevölkerung heute verbraucht.
In Deutschland liegt die jährliche mittlere Sonneneinstrahlung bei rund 1.000 kWh/m2. Dies ist mehr als die Hälfte der Intensität, die auf die Sahara trifft und entspricht einem Energiegehalt von jährlich rund 100l Öl auf jeden Quadratmeter der Bundesrepublik gerechnet. Schon beim heutigen Stand der Technik wäre das genug, um Solarenergie zur tragenden Säule der deutschen Energieversorgung auszubauen.

Mehr als genug Platz

Um den Strombedarf der Bundesrepublik vollständig Solar zu decken, wären bei heutigem Modulwirkungsgrad rund 5.000 km2 Photovoltaikmodule notwendig. Allein an Dachflächen stehen mehr als 2.800 km2 zur Verfügung - rund ein Viertel davon wäre sofort technisch nutzbar.
Tausende Südfassaden werden zudem jährlich gebaut, ohne die Sonne als natürliche Energiequelle zu nutzen. Mehr als genug Platz also, um in den nächsten Jahrzehnten den Solarbeitrag zu realisieren, der für eine Vollversorgung aus einem Mix Erneuerbarer Energien erforderlich ist.
Nur sechs Quadratmeter sonnengeneigter Dachfläche bedarf es, um 60 Prozent des Warmwasserbedarfes eines deutschen Eigenheimes solar zu decken. Die doppelte Fläche reicht, um auch die Raumheizung deutlich zu entlasten. Angesichts der noch nicht einmal ansatzweise ausgeschöpften Potentziale von Solarenergie im Wärmebereich ist ein entschlossenes Handeln dringend geboten, um den "schlafenden Riesen" Solarwärme zu wecken.

In Kürze emissionsfrei

Bei einer Lebensdauer von bis zu 30 Jahren produziert eine Photovoltaikanlage 10-mal mehr Strom, als für ihre Herstellung verbraucht wird. Ähnliches gilt für marktübliche Solarwärmeanlagen.
Der Energieaufwand für die Produktion von Sonnenkollektoren amortisiert sich bereits nach 15 Monaten, Lebensdauer: rund 25 Jahre. Solaranlagen können also in der Regel mehr als 20 Jahre Strom oder Wärme emissionsfrei liefern.
Während heute gerade mal rund 15 Prozent des Stromverbrauchs und 7 Prozent des Wärmebedarfs aus regenerativen Quellen stammen, soll nach dem Willen der Bundesregierung bis Mitte des Jahrhunderts mehr als die Hälfte des Primärenergieverbrauchs aus regenerativen Quellen stammen.
Die dafür notwendigen Technologien stehen in zwischen weitgehend zur Verfügung. Geeignete politische Rahmenbedingungen für ihre breite Markteinführung fehlen noch, besonders im Wärme- und Mobilitätssektor.

Integrierbar, regel- und speicherbar

Die Integration Erneuerbarer Energien in bestehende Versorgungsnetze ist mit vertretbarem Aufwand möglich. Wie das funktioniert, wurde mit dem regenerativen Kombikraftwerk in der Praxis bereits bewiesen. Durch den stärkeren Ausbau von Erneuerbaren Energien muss die Reservehaltung fossiler Kraftwerke - entgegen mancher Behauptungen aus der Energiewirtschaft - nicht aufgestockt werden.
Im Gegenteil: Die Speichermöglichkeiten regenerativer Energien sind bisher völlig unterschätzt worden. Fossil betriebene Regelsysteme können z. B. durch Druckluft- oder Pumpwasserspeicherkraftwerke weitgehend ersetzt werden. Künftig kann zum Beispiel durch den Einsatz neuartiger "Super-Batterien" auch Photovoltaik grundlastfähig werden, also für den Einsatz zu jeder Tages- und Nachtzeit vorgehalten werden.
Weitere Informationen lesen Sie im PDF "Erneuerbare Energien lassen sich gut in das Stromnetz integrieren".

Die Kraft der Sonne ist gewaltig. Sie strahlt im Jahr 10.000 mal mehr Energie auf die Erde als von der gesamten Weltbevölkerung verbraucht wird.
In Deutschland treffen jährlich über 1.000 Kilowattstunden (kWh) Solarenergie pro Quadratmeter auf. Dies entspricht dem Energiegehalt von 100 Litern Heizöl.